Mein Reiserad

Bei meiner Ausrüstung habe ich auf gute Qualität und möglichst geringes Gewicht geachtet. Mein Fahrrad wiegt 18,5 kg, meine Ausrüstungsgegenstände insgesamt 25 kg ohne Nahrungsmittel und Wasser. Wenn das noch dazu kommt, bin ich bei ca. 55 kg Gesamtgewicht, was ich bewegen muss. Da ich selbst 55 kg wiege, ist das die Obergrenze dessen, was ich dauerhaft transportieren möchte. Wenn ich durch Wüsten fahre, erhöht sich das Gewicht durch Wasser nochmal um 15 kg. Um dieses ganze Gewicht sicher zu bewegen fahre ich ein stabiles 26er Reiserad aus Stahl von der Firma Böttcher aus Norddeutschland. Ich habe absichtlich einen Stahlrahmen gewählt, weil er sehr langlebig ist und man überall auf der Welt Schweißgeräte hat. Falls irgendetwas an meinem Rad brechen sollte, kann ich das überall reparieren lassen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Stahlrahmen einfach bequemer ist als ein Aluminiumrahmen, weil das Material Vibrationen schluckt.

Am Vorderrad habe ich einen Nabendynamo von der Firma "SON" für die Elektrik. Damit habe ich nicht nur Licht am Rad, sondern durch das "E-Werk" von Busch und Müller kann ich damit unterwegs mit Pedalkraft meine technischen Geräte wie meine Kopflampe, meinen MP3-Player und mein Navi aufladen.

Die Schaltung ist eine "Rohloff"-14-Gang Nabenschaltung, die für voraussichtlich 100.000 km unzerstörbar ist. Ich fahre zur Zeit ein 42er Kettenblatt und ein 16er Ritzel, habe aber unterwegs andere Rohloff - Fahrer getroffen, die mit einem 37er Kettenblatt gefahren sind. Dadurch hat man den Effekt, dass die kleinen Gänge noch leichter zu fahren sind, aber die großen Gänge nicht mehr ganz so viel Schwung bringen, wenn man leicht bergab fährt oder Rückenwind hat.

Ich habe 2 Seitenständer. Einen Schwerlastständer in der Mitte und einen am Hinterrad. Der Schwerlastständer trägt 45 kg und der Hinterradständer 25 kg. Das hält dann das komplette Rad incl. Gepäck. Da ich allein reise, kann mir keiner das Rad beim Beladen festhalten. Die Schrauben der Ständer muss ich relativ häufig festziehen, weil da doch ordentlich Belastung drauf ist. Den vorderen Seitenständer habe ich bereits in Deutschland kaputt gespielt und mich dann in Portugal endgültig von ihm getrennt.

Die Packtaschen sind die Roller von Ortlieb, weil die wasserdicht sind und eine hohe Lebensdauer haben. Die könnte ich sogar in einen Fluß werfen und meine Klamotten wären trotzdem trocken.

Dazu habe ich zwei Zahlenschlösser "Abus Bordo", um das Vorder- und das Hinterrad separat abschließen zu können. Die Zahlenschlösser haben den Vorteil, dass ich die Schlüssel nicht verlieren kann, auch wenn Schlüsselschlösser etwas sicherer sind.

Das schönste Rad der Welt. Mein Böttcher Expedition in moosgrün.
Der Reisesattel von SQ-Lab ist auf Breite, Gewicht und Sitzposition ausgemessen.
2 Abus Bordo Faltschlösser mit Zahlenkombination für die Sicherheit.
Die Rohloff-Schaltung hat 14 Gänge.